Kompakt, unsichtbar, vielseitig: Wie Miele die Küche neu denkt

Die moderne Küche kann immer mehr – soll aber immer weniger danach aussehen. Gerade in offenen Wohnräumen verschwinden Geräte und Arbeitsflächen zunehmend hinter ruhigen Fronten. Miele greift diesen Trend mit einer Neuheit auf, die auf den ersten Blick erstaunlich unscheinbar wirkt.

Auf der IFA 2025 präsentierte Miele eine Dampfgarschublade, die gerade einmal 14 Zentimeter hoch ist. Hinter der kompakten Front stecken rund 14 Liter Garraum – genug für eine Mahlzeit für bis zu vier Personen. Zwei separate Behälter ermöglichen es, verschiedene Zutaten gleichzeitig zu garen, ohne dass sich Geschmack oder Geruch vermischen. Fisch und Gemüse dürfen sich also eine Schublade teilen, ohne gleich gemeinsame Sache zu machen. Die DualSteam-Technologie verteilt den Dampf gleichmässig im Garraum. Dadurch bleiben Gemüse knackig, Fisch zart und aufgewärmte Speisen saftig. Mehr als 100 Automatikprogramme unterstützen bei der Zubereitung. Die Schublade kann dampfgaren, kochen und aufwärmen – und übernimmt damit mehrere Aufgaben auf überraschend wenig Raum. Auch beim Energieverbrauch soll die kompakte Bauweise Vorteile bringen. Weil weniger Garraum erhitzt werden muss und der Dampf effizient genutzt wird, sind laut Miele Einsparungen von bis zu 30 Prozent möglich.

Besonders gut passt das Konzept zu einem aktuellen Küchentrend: Die Küche verschwindet zunehmend im Wohnraum. Hinter Schiebetüren oder sogenannten Pocket Doors lassen sich Arbeitsflächen und Geräte nach dem Kochen einfach verstecken. Was bleibt, ist ein ruhiges, wohnliches Gesamtbild. Genau dafür braucht es Technik, die sich zurücknehmen kann. Induktionskochfelder mit integriertem Dunstabzug verfolgen beispielsweise denselben Gedanken: keine sichtbare Haube, weniger Unterbrechungen, mehr Freiheit bei der Gestaltung. Die Dampfgarschublade ist für 60-Zentimeter-Einbaunischen vorgesehen und lässt sich mit einem 45 Zentimeter hohen Backofen kombinieren. Ab Ende 2026 soll sie in Europa erhältlich sein.

Vielleicht ist das die Richtung, in die sich unsere Küchen entwickeln: Sie können immer mehr – und man sieht ihnen immer weniger davon an.